documenta X - home 21. Juni - 28. September 1997
100 Tage - 100 Gäste
In »100 Tage - 100 Gäste« werden Akteure und Vordenker aus aller Welt, Cineasten, Schriftsteller und Künstler ebenso wie Philosophen, Wirtschaftswissenschaftler und Architekten in Aktion treten, sei es mit einem Vortrag, einer Diskussion oder einer künstlerischen Darbietung. Hier sollen Film, Theater, Musik und Literatur in den Mittelpunkt gerückt werden. Damit wird angestrebt, der Komplexität der zeitgenössischen Kulturen - vor allem auch der außereuropäischen - Rechnung zu tragen und sie so umfassend und lebendig wie möglich und so flexibel wie nötig zu präsentieren.
documenta X-Presseinformation, Anfang 1997

Pressetext
zu »100 Tage-100 Gäste« vom Juni 1997

Die Qual der Aufklärung
Kritischer Kommentar von Sabine Vogel
documenta-Halle

Vortragssaal

documenta-Halle mit Wallpaper von Peter Kogler (Foto oben)
Saal für 100 Tage - 100 Gäste
Schon die Gestaltung der Stühle von Franz West läßt daran denken, daß die »nicht-westliche« Welt ein Schwerpunkt der Veranstaltungsreihe ist. Erstaunlich, wenn man die Aversion Catherine Davids gegen jede Art von Folklore bedenkt. Oder wäre das etwa nur dann folkloristisch, wenn es ein Afrikaner und nicht ein anerkannter »westlicher« Künstler gemacht hätte? Franz West: Stühle
Gäste und Themen
Teilnehmer aus Afrika, Asien und Lateinamerika bzw. Beiträge,
die direkt mit diesem Teil der Welt zu tun haben.

21.6. Edward Saïd, Philosoph, USA
Eröffnungsabend

22.6. Rem Koolhaas, Architekt, Niederlande
Neuer Urbanismus: Pearl River Delta (China), 1996

28.6. Raoul Peck, Filmregisseur, Haïti
29.6. Cabelo, Tunga, Lilian Zaremba. Künstler, Brasilien
Crab Nebula Project, 1997. Live Übertragung des Hessischen Rundfunks

30.6. Valentin Yves Mudimbe, Schriftsteller, Zaire/USA
»Reprendre«: Behauptungen und Strategien in der zeitgenössischen afrikanischen Kunst

03.7. Okwui Enwezor, künstlerischer Leiter der Johannesburg-Biennale 1997, Nigeria/USA
Biennalen - eine kritische Betrachtung: Die 2. Johannesburg Biennale

05.7. Fethi Benslama, Psychoanalytiker, Tunesien/Frankreich
Die Identitätskrise im Islam

06.7. Suely Rolnik, Psychoanalytikerin, Brasilien
Identitätssüchtige: Subjektivität in Zeiten der Globalisierung

07.7. Suely Rolnik, Psychoanalytikerin, Brasilien
Das Hybride bei Lygia Clark

10.7. Abderrahmane Sissako, Filmregisseur, Mauretanien/Mali/Frankreich.
Diskussion mit ihm.

18.7. Ackbar Abbas, Kulturkritiker, Hong Kong/China
Hong Kong: Urbaner Raum und das Entschwinden

20.7. Etienne Balibar, Philosoph, Frankreich
Gibt es so etwas wie eine Weltkultur?

21.7. Ariella Azoulay, Kunstkritikerin, Israel
Geschichten von Händen: »Neturalisiert« in Jerusalem. Spricht u.a. über die Künstler Aya & Gal Middle East.

22.7. Carlos Basualdo, Kunstkritiker, Argentinien/USA
Identitätsmodelle: Die Arbeiten von Dan Graham und Hélio Oiticica

24.7. Gayatri Chakravorty Spivak, Kulturkritikerin, Indien/USA
Kultur und / als »Kultur«

30.7. Geeta Kapur, Kunsthistorikerin, Indien.
Knacken im Code: Unterbrechung des klaren Ganges kritischer Transzendenz.
Siehe unser Interview mit Geeta Kapur.

01.8. Paulo Mendes da Rocha, Sophia Telles Silva, Architekt/Architekturhistorikerin, Brasilien
Zeitgenössische Formen des Urbanismus in Brasilien, Populärkultur und Gemeinschaftssinn (Architektur als Erzählung)

04.8. Yang Lian, Dichter, China/Großbritannien
Konzentrische Kreise - Die Wiederentdeckung der chinesischen Kulturtradition durch sich selbst

05.8. Paulo Herckenhoff, Leiter der Biennale von São Paulo, Brasilien
Biennalen - eine kritische Betrachtung: Die 23. Biennale von São Paulo

06.8. Catherine David und Yang Lian, Dichter, China/Großbritannien
Gespräch über die Videoarbeiten des chinesischen Künstlers Wang Jianwei

08.8. Michael Oppitz, Anthropologe, Deutschland/Schweiz
Der Einfluß der Globalisierung auf orale Traditionen

11.8. Johan Grimonprez, Künstler, geb. in Trinidad, USA/Belgien
Dial H-I-S-T-O-R-Y, 1995-1997

17.8. Ery Camara, Kunstkritiker, Senegal/Mexiko
Das Museum: Ein Stilleben?

18.8. Colette Braeckman, Journalistin, Belgien
Der Genozid in Ruanda, die Entwicklung der Flüchtlingsproblematik und die Analyse ihrer Rückkehr

20.8. Masao Miyoshi, Kulturkritiker, Japan/USA
Die Orte der Kultur

11.9. Tierno Monénembo, Schriftsteller, Guinea/Frankreich
Die Welt im Lichte des Exils.

18.9. Ea Sola, Choreographin, Vietnam/Frankreich
Doppelte Erinnerungen.

22.9. Sarat Maharaj, Kunsthistoriker, Südafrika/Großbritannien
Zwietracht der Zungen.

23.9. Matthew Ngui, Künstler, Singapur/Australien
28.9. Wole Soyinka, Schriftsteller, Nigeria
Kunst und der ethnozentrische Blick
Home

© Universes in Universe - Welten der Kunst

Email  |  Impressum  |  Newsletter