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Die erste Gwangju Biennale wollte nicht nur in Bezug auf die Ideologie, die Nationen, Religionen, Rassen, Kulturen, das Kunstgeschehen selbst "Über die Grenzen hinweg" gehen, sondern "ein sogenanntes 'Post-'Festival inszenieren, d.h., die ... Rhetorik des 'Post-' beschreiben". Der künstlerische Leiter Yongwoo Lee sieht die 1990er Jahre als Zeitalter des Postkommunismus, der Postideologie, des Postkolonialismus (Interview).

Gegenüber den etablierten Kunstevents sollte sich diese Biennale dadurch abheben, dass sie sich darum bemüht, "junge Künstler von Orten außerhalb der Zentren zu holen, wie beispielsweise aus Afrika, Asien...". Das war nun nicht gerade neu, denn besonders letzteres tat die Biennale Havanna schon seit 1984.

Für den Start stand der Gwangju Biennale ein opulentes Budget von 23 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Enorm hoch sind auch die Zahlen der teilnehmenden Künstler (660 aus 58 Ländern) und der Besucher (1,6 Millionen). In einer Rezension zur 3. Biennale schreibt Frank Hartmann, dass diese erste Edition zum Teil wie ein riesiges koreanisches Volksfest mit internationaler Beteiligung daherkam, wozu u.a. die begleitenden Entertainment-Bereiche beitrugen.

Siehe die Daten und Fakten in unserer Zusammenfassung. |
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Interview mit Yongwoo Lee, künstlerischer Leiter der 1. Gwangju Biennale
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